Ich betrachte die Zugriffe und Referrer auf mein Blog ohne ernsthaftes Wissen; eher wie die Eingeweide eines Opfertiers.

Es werden jedenfalls mehr, seit ich auf Blogrolls stehe (danke! Ich mag Blogrolls. Irgendwann werde ich auch wieder eine Blogroll haben).

Was ich mir nicht erklären kann, sind die Zugriffe aus dem Osten und dem fernen Osten. (Ich schreibe nicht in mir fremden Zungen, behandle thematisch wenig Weltumspannendes, verlinke kaum und klicke nicht auf Links.) Haben das alle? Muß man was tun? Gibt es da überhaupt irgendwas zu verstehen?

Einstweilen mache ich mir simple Regeln: Referrer endend auf .com: Zähneputzen nicht vergessen. Referrer auf .cn: Strickprojekte anschlagen. Referrer auf .ru: Gartenarbeit. Am selben Tag .cn und .ru: Auto waschen oder Aktiengeschäfte tätigen.

Man hat ja gerne seine Welt in Ordnung.





Kram, Krempel, Zeuch, was man halt so hat, ob man's braucht oder nicht: für eine Woche alles in einen Seesack. Elektronik ist null dabei (eigentlich, weil ich alles verloren oder kaputtgemacht habe, was mit könnte), und das fühlt sich ganz schön nach Freiheit an.

Ich drehe eine große Runde mit Aussicht, Teer und Tauen, Stift und Papier.





Ich wiederhole es hier gern noch mal: Im Ameisenhaufen wird was geplant, nämlich (vielleicht, wenn möglich, bei Interesse) ein Bloggertreffen.

Wär mir ein Vergnügen!





Vor zwanzig Jahren war das Internet nicht lang den Telnet-Zeiten entwachsen. Große Ideen, zwecklos Schönes, Themen ohne Grenzen; Lagerfeuer zum Drumrumsitzen für wirklich alle. Auch wenn man ein Hund war.

Vor fünfzehn Jahren fing ich an, mich für Blogs zu interessieren und mich auf virtuellen Schulhöfen herumzutreiben. Mit der Zeit wurde mir viel im Netz zu social, zu doof, zu geschäftstüchtig, zu überwach. Da gab es auf Antville immer noch: Wortgärten, Keller voller Insiderwitze, gute Geister, die besten Galerien der Gegenwart.

Seit sechs Jahren schreibe ich hier rein. In Ameisenjahren nicht viele; aber die, immerhin, durften hier im letzten Jahrtausend stattfinden.

Danke, liebes Ameisendorf, fürs Bleiben und Lassen! Und Dank all den freundlichen Menschen, die dafür sorgen, daß das so ist.





Wo ich denn sei, fragt M. Und wann er wieder von mir lese.

So viele Geschichten: immer wieder Bruchstücke der sehr gescheckten Familienhistorie; was Kinder halt so interessant finden. Halb zugehört, nicht mal halb verstanden, dreiviertel vergessen, und jetzt wüßte ich gern mehr.

Die wunderschöne, wahre, die eine Mitbloggerin in knappen Worten niederschrieb; später schlug sie, hab ich den Verdacht, in einer angeeigneten Version gewaltig Wellen, die sich dann gewaltig überschlugen: Salz und Blut. Heute weiß das Netz nur die erlogene noch.

Die mir unbegreifliche, wie aus einer ganz anderen, gern gelesenen Mitbloggerin eine Verschwörungsgläubige wurde; ich weiß zu wenig von ihrem Leben, um zu verstehen, wie das kam, und bin fassungslos, was sie seit einem Jahr von sich gibt. Ich habe, und das mache ich nicht mal bei Toten, den Link zu ihr aus meinem Blogverzeichnis gelöscht.

Die, in der wir grade alle stecken. Aber die ist ja noch nicht fertig.

Irgendwann wieder, ja?