Jenseits der Leitplanke strohgelbes Land, und schwarz der Wald; hier und da Baumreihen wie Ketten im blonden Fell der Felder. Grün kaum noch. Dafür Blüten, weiß, gelb, blau und violett, unendlich viele winzige Sternensysteme, und es schäumt aus den Straßengräben die Böschungen hoch: verschenkt an die Insekten des Sommers.

Kilometer um Kilometer bedaure ich, daß dies eine Autofahrt ist und kein Weg zu Fuß.

Meine besten Wünsche sende ich D. und J., der Spiegelseele und dem pfeifenden Philosophen, die dem Tagesgeschehen einfach davonlaufen: von der Rheinquelle bis zum Bodensee. Auf dem Weg werden die wichtigen Dinge wichtig; die anderen sind natürlich nicht weg, aber sie halten nicht auf, bleiben auf Distanz. Es müßten, denke ich manchmal, mehr Menschen gehen, ohne Netz und doppelten Boden. Grenzerfahrung. Die kann das Herz weit machen.