Möge es besser werden!

Statt zwei Stunden Mörser zu Mitternacht gab es stündlich zwei versprengte Böller; zum Schlafen war das nix, aber relativ eine stille Nacht.

Letztes Bild aus dem alten Jahr: Fünf vielleicht Dreijährige, deren Mütter sich auf dem Marktplatz unterhalten (auf Abstand und maskiert), bestaunen den Stadtwerker, der die Tonnen in den brüllenden Müllwagen leert, Mordsgerüttel mit nichts als einem lässigen Hebeldruck, Fluppe im Mundwinkel. Und während die Mütter sich darüber austauschen, was sie Silvester machen (und was nicht), kann man zuschauen, wie in fünf jungen Hirnen der Plan keimt: Müllmann werden; rauchen, nur noch Orange tragen. Wenn nicht nächstes, dann übernächstes Jahr.

Liebe Menschen, die Sie hier vorbeischauen: haben Sie's gut! So gut es nur geht. Und finden Sie Freuden, gerne ungeahnte, unbekannte, unverhoffte. Danke fürs Hiersein.






Danke gleichfalls. Und Danke dir fürs Hierseindürfen, fürs Raumgeben, fürs Gedankengeteiltbekommendürfen.
Danke für dich!


Ich fand immer super, dass die hinten auf dem Müllauto stehen durften beim Fahren.


Haha, und ich erinnere mich noch an den Vortrag meiner (zu Recht) besorgten Eltern, daß das ganz, ganz gefährlich ist ...!


Ich wollte ja mit sechs Jahren Müllfrau werden, weil ich es auch so toll fand, wie die Müllmänner hinten auf dem Wagen standen und bei langsamer Fahrt auf- und absprangen. (Einen fand ich besonders toll, einen ganz jungen Türken. Den wollte ich heiraten, wenn ich alt genug wäre.)


Ich fand Gabelstapler viel toller als Müllautos, ehrlichgesagt. Auf meinem Kindergartenweg konnte ich sehen, wie sie auf dem Gelände einer Abfüllfabrik herumsausten. (Auch ganz, ganz gefährlich.)