Daß in jedem Reiseführer zu den "wichtigsten Floskeln und Redewendungen in der Landessprache" immer auch Ich liebe dich zählt.





Nun tritt wieder die Dunkle ein, der hellen Schwester entgegen:
    Die, sie grüßend, erhebt   sich vom Vorsitz des Jahrs.
Beide gehen freundlich für einen Schritt miteinander,
    bis dann, mit kühlerer Hand,   faßt nach dem Zepter die Nacht.

 

(Für Herrn Solminore, der das Jahr im Versmaß begleitet.)

 

 

 





Wie arg eng die äußere Welt geworden ist. Dafür fallen die inneren Grenzen; die endlose Flut von Informationen und Betroffenheiten verlangt neue Disziplin. Ein globales Hast du schon gehört? Das muß dich doch aufregen? Da kannst du doch nicht untätig zusehn? Und dann? Abwarten, Abgrenzen, Einordnen, Sichheraushalten. Abschalten, gelegentlich. Das Urteil der Dickfelligkeit, ja, Borniertheit aushalten.

Zwei wunderschöne Texte dazu, schon etwas älter, einer reflektierend, einer Reflex.

Wohlstand für alle. Familien respektieren. Stärke Durchgreifen Sicherheit. Leistung. Bedenken second. Die Plakate werden immer dünner. Wir leben längst auf Pump, Was ist eigentlich nötig?, und: Wir werden teilen müssen, das ist nicht populär, das schreibt keiner, und schon gar nicht die mit dem C. Zwei Samstage pro Woche, das wäre immerhin wirklich mal was anderes.

Von den letzten Wanderungen mit leeren Taschen heimgekehrt. War klar, die ganzen Walnußbäume erfroren im frühen Sommer; aber trotzdem.





– He, he! Was machen die Kinder da vorn! Füße überkops!
– Ballett? Ich sehe nix, wo?
– Deutsche Mannschaft im Kinderverbiegen. Da, schon wieder!
– Laß mich mal auf deinen Platz, von hier sehe ich doch gar nix. Ah, da. Jaja, die haben auch die Frisuren ...
– Knüddel aufm Kopp, und das am Feiertag. Vielleicht so ein 100-Prozent-Internat, wo sie den ganzen Tag nix machen als Knüddel aufm Kopp.
– Nu laß sie doch. Sind doch Kinder.





Für Läufer, vor allem aber wohl für alle anderen: Von der Langstrecke. Ein staubiger, verschwitzter, sehr langer Text.

Ich bestaune das sehr; ich verstehe nicht, wie man so etwas wollen kann, aber doch, jetzt. Ein wenig. Vielleicht.