Paukenschlag, volles Orchester, Chor: ... statu variabilis ... Das Kind sitzt auf der Stuhlkante und späht in den Orchestergraben. So viele Instrumente! Liebesgeplänkel interessiert es nicht so; bei den Tanzstücken wippt es mit. Nachher wird es ganz erledigt sein von dem Lärm und der Aufregung und dem Applaus, aber für einen bewundernden Blick in die Kuppel des Foyers wird's noch reichen.

Vorm Theater wartet dann der Tag in Winterkleidung.

Der Himmel ist glasklar, von Flugzeugen bekritzelt, und über seine Fläche schiebt sich eine Kranichkette; ihr helles Getröt mischt sich mit dem Läuten der Kirchenglocken. Eine Seite des Vogel-V löst sich auf, gerät in Verwirrung, die Tiere finden sich zu kleineren Formationen und lassen sich weiter ziehen in lockende Fernen. Wir drunten in der Stadt aber müssen schlucken, wie wenig wir Flügel haben.

 

Nachtrag: Großen Spaß macht das hier – 70er-Jahre-Carmina, nach Orffs Vorstellungen umgesetzt. (Bildqualität auf der DVD natürlich besser.)