Wenn das nicht ist, dann ist irgendwas: den Kessel füllen. Im Handgelenk spüren, wann das Wasser reicht. Dann auf die kleine Platte, die so lärmt in letzter Zeit, aber das Wasser unerreicht schnell zum Kochen bringt. Derweil drei Handvoll Bohnen in die Kaffeemühle an der Wand; die habe ich aus dem kleinen Haushaltswarenladen an der Ketzerbach, die greise Besitzerin führte sechstausend Artikel und wußte, wo jeder einzelne stand. (Jetzt wird in dem Laden tätowiert und gepierct.) Beim Kurbeln dringt der erste Kaffeeduft an meine Nase. Das Mahlen dauert, bis das Wasser heiß ist; den Kessel rette ich vom Herd, bevor er pfeifen muß. Dann: die weiße, schöne Tasse. Oder die strengere blaue; manchmal die gerippte mit den Blumen. Der Keramikfilter klickt auf dem Tassenrand. Filterpapier hinein, das schmiegt sich schön; dann prasselt das Kaffeepulver und dann, daß es schäumt, das Wasser aus dem Wasserkessel in den Filter. In Ringen gießen, daß nichts trocken übrigbleibt. Wenn es genug ist, den Filter in die Spüle. Die heiße Tasse an den Tisch tragen, die Hände um sie schließen, die letzten Träume sichten, den Tag erwarten, der immer kommt, und immer früher als gedacht. Kaffee schmeckt, weil man weiß, wie er duftet, ein wenig enttäuschend, egal wie gut er ist.

 

Idee von Ulli im Café Weltenall.






Wie Erdäpfel!


Ich hätte noch Quitten genannt.
(Kartoffeln mag ich in jeder Form, außer roh. Und das Wort Erdapfel ist viel hübscher. Oder auch: Grundbirne.)


Ja Quitten. Stimmt.

Grundbirne! Schön!

Im Pongau: Erdlinge

Liebe auch Erdäpfel! Könnte mich von denen und Polenta, Reis, Gemüse und Feta ernähren ohne Bedenken mit viel glücklich.


Es gibt tatsächlich Kaffee (Nur in Spanien oder Italien erhältlich), der besser schmeckt als er riecht.

Was auch stets besser duftet als es schmeckt: Nutella.


Ach, Nutella, Könnse mich jagen mit.
Wenn Sie aber mal so einen Kaffee kochen, komme ich Sie besuchen (es sei denn, Ihre Formulierung verschleiert, daß der Kaffee etwa nach Jauche riecht).


Gibt ja auch Dinge, bei denen ist es umgekehrt, die stinken fürchterlich, schmecken aber köstlich. Man denke an Camembert (Latrine), Roquefort (Kellermoder), Handkäs (Kuhstall), oder an die legendäre Durian, die ich nicht kenne, aber zu gern mal probieren würde. Der Gestank dieser Frucht soll geradezu phänomenal sein. Vom Surströmming ganz zu schweigen.