Nach "Vaterland" von Pawlikowski fühlt man sich, als habe man ein Buch beiseitegelegt, aufgeschlagen an einer Stelle, die man nochmal lesen will.

Beim anschließenden Bier frage ich T, ob er nicht mal mit will in die kleine Stadt, die wir beide aus mehr oder minder guten Gründen verlassen haben? Expedition, Bestandsaufnahme, Rabattenkritik? Das Grausen in seinem Gesicht ist echt; ich muß trotzdem lachen. Also wohl nicht.

Tags drauf begegnet mir in der kleinen Stadt ein Mann, der mir vage bekannt erscheint. Die Leute von damals sind ja jetzt auch alle alt. Freund oder Feind? Müßte ich ihn grüßen? Guckt er nur so, weil ich so gucke?

Eine Straße weiter einer, den ich sogar von hinten erkenne; aber rennen und rufen? Aus dem Alter bin ich raus.

Ich glaube langsam, T hat recht.