Immer, immer die Frage, wieso eigentlich.

Zwingend anonym. Dazu gehört zwingend die Fähigkeit zum Selbstbetrug, denn Anonymität ist bekanntermaßen schwierig.

Am liebsten unbeobachtet. Komfortgrenze: so viele, wie ich beim Schreiben ausblenden kann. Ein weiterer Selbstbetrug.

Für mich: sammeln, sortieren, aufbewahren. Den Geschichtchen, die mich so entzücken, eine Art Dauer schenken.

Externer Speicher: Aufschreiben, vergessen können.

Die potentielle Öffentlichkeit dient der Disziplinierung. Ohne das würde ich gar nix schreiben.

(Ich weiß doch auch nicht.)






Wenn Worte und Gedanken wie zwei Feuersteine aufeinander treffen und einen Funken erzeugen der ein Bild oder Gefühl herstellt, das neu ist /unbewusst war/ den Horizont erweitert, dann ist der Blogeintrag wie ein echtes Buch so herrlich! Die finale Einsamkeit die wegen der Endlichkeit uns alle betrifft und höchstens durch diverse Süchte manchmal vergessen wird ist getilgt-wir reden lesen schreiben über alle Grenzen hinweg. Der Rest (Social Media, Tagebuch bloggen - mich eingeschlossen) ist wie übertragene Traumata schlicht überflüssig. Ohne das Feuer der verschenkten Geschichte bleibt ein Rauch der nur die Sicht auf das wesentliche verstellt.


irgendwie klingt das so gemein. das war nicht meine absicht. tut mir leid! wollte nur sagen, dass ich hier sehr gerne lese.


Wurde nicht gemein gelesen. Faßt recht gut zusammen, was ich an Blogs bzw. am Bloglesen schätze. Danke!


Anonymität ist insofern nicht schwierig, als jemand, um suchen zu können, wissen muß, daß es überhaupt etwas zu finden gibt.


Naja, dann ist nichts anonymer als ein Stapel Papier in der Schublade. Trotzdem tut's Schublade nicht. Mh.